Maquiladora Industrie: Vor- und Nachteile

Fabrikarbeit in Entwicklungsländern ist seit langem ein Thema der moralischen und ethischen Debatte. Die Befürworter sagen, dass die in den Fabriken geschaffenen Arbeitsplätze dringend benötigt werden, während die Gegner argumentieren, dass die Arbeitsbedingungen oft schlecht sind und die Löhne niedrig sind. Eine Fabrikart, die in letzter Zeit besonders ins Blickfeld geraten ist, ist die Maquiladora. Maquiladoras haben das Ziel Produkte für den Export herzustellen und damit Arbeitsplätze zu schaffen. Sie sind Montagefabriken, die sich in Mexiko entlang der Grenze zu den USA befinden. Betriebe ausländischer Unternehmen in Mexiko

 nutzen die Vorteile von Freihandelsabkommen zwischen Mexiko und anderen Ländern, um Teile zollfrei einzuführen und diese dann zu fertigen Produkten zusammenzubauen, die sie dann in ihr Herkunftsland exportieren. Maquiladoras bieten zwar einige Vorteile für Arbeitnehmer und Unternehmen, haben aber auch einige Nachteile. Schauen wir uns beide Seiten dieses Themas einmal genauer an.

Was ist eine Maquiladora?

Eine Maquiladora ist ein Unternehmen in ausländischem Besitz, das Produkte für den Export in das Heimatland des Unternehmens montiert, herstellt oder verarbeitet. Der Begriff "Maquiladora" leitet sich vom spanischen Wort für "Lagerhaus" ab. Diese Art von Unternehmen tauchte erstmals in den 1960er Jahren in Mexiko auf, um ausländischen Unternehmen die Möglichkeit zu geben, die Vorteile mexikanischer Niedriglohnarbeit zu nutzen und gleichzeitig die Einfuhr-/Ausfuhrbestimmungen zu umgehen. Die Entwicklung der Maquiladoras nahm von da an rasant zu und bildet heute einen der wichtigsten Industrien Mexikos.

 

Die Auswirkungen der Maquiladoras

Die Maquiladora-Industrie entstand in Mexiko in den 1960er Jahren, als die mexikanische Regierung eine Reihe von Steueranreizen für ausländische Unternehmen einführte, um Produktionsbetriebe im Land zu errichten. Ziel dieser Anreize war es, ausländische Investitionen anzuziehen und Arbeitsplätze in Mexiko zu schaffen. 

 

Die Maquiladora-Industrie ist seit ihren Anfängen erheblich gewachsen und umfasst heute über 3.000 Produktionsstätten, in denen mehr als eine Million Menschen beschäftigt sind. Die große Mehrheit dieser Betriebe befindet sich in der Nähe der Grenze zwischen den USA und Mexiko, in Städten wie Tijuana, Ciudad Juarez und Matamoros. 

 

Maquiladoras stellen im Allgemeinen Waren her, die in die Vereinigten Staaten oder andere Länder exportiert werden. Der zollfreie Status dieser Exporte ermöglicht es den Unternehmen, von den niedrigeren Produktionskosten in Mexiko zu profitieren und ihre Produkte dennoch zu wettbewerbsfähigen Preisen auf den internationalen Märkten zu verkaufen.  Viele Maquiladoras sind auf die Automobilindustrie und Elektroteile spezialisiert. 

Vorteile der Maquiladora-Industrie

Wie jede Branche hat auch die Maquiladora-Industrie ihre Vor- und Nachteile.

Positiv ist, dass diese Unternehmen dringend benötigte Arbeitsplätze und wirtschaftliches Wachstum für Mexiko schaffen. Sie tragen auch dazu bei, ausländische Investitionen anzuziehen und die Entwicklung der Infrastruktur voranzutreiben.

Viele dieser Unternehmen bieten gute Arbeitsplätze für mexikanische Arbeitnehmer und tragen gleichzeitig durch Exporteinnahmen und ausländische Investitionen zum Wachstum der mexikanischen Wirtschaft bei.

Die Maquiladora-Industrie bietet außerdem Unternehmen eine Möglichkeit, ihre Produktion nach Mexiko auszulagern und näher am US-Markt zu sein. Auf diese Weise können die Unternehmen die Vorteile der billigen Arbeitskräfte in Mexiko nutzen und Produktionskosten sparen.

Schließlich kann die Maquila-Industrie die mexikanische Infrastruktur fördern, da sie Zugang zu zuverlässigen Transport- und Telekommunikationsnetzen benötigt, die dafür dann ausgebaut wurden. Mit dem Anstieg von Arbeitsplätzen folgt auch ein Ausbau der Infrastruktur. Manche Unternehmen unterstützen auch den Wohnungsbau in der Nähe ihrer Produktionsstätten, um Wohnraum für die Mitarbeitenden zu schaffen. Darauf folgen dann manchmal auch weitere Infrastrukturen wie Straßenausbau, Schulen und Weiterbildungsmöglichkeiten.

Nachteile

Die Maquiladora-Industrie ist aus vielen Gründen wichtig, aber sie hat auch einige Nachteile. Zum einen bietet sie Arbeitsplätze für mexikanische Arbeiter. Manche dieser Arbeitsplätze sind jedoch nicht sehr gut und werden nicht gut genug bezahlt, um die Grundbedürfnisse der Menschen zu decken. Außerdem schadet die Maquila-Industrie der mexikanischen Wirtschaft, da sie weniger Exporteinnahmen bringt als andere Branchen. Die starke Unterstützung durch die mexikanische Regierung, wie durch das IMMEX Programm, wird von einigen Experten kritisch gesehen. 

Mexiko hat mit der Konkurrenz aus anderen Niedriglohnländern wie China zu kämpfen. Daher hat sich die Maquiladora Industrie auf hochwertige Verarbeitung spezialisiert und ist als Veredelungsindustrie anzusehen. Dafür benötigt man teilweise gut ausgebildete Arbeitskräfte.

Die Kehrseite ist, dass die Maquiladoras wegen ihrer Umweltbelastung kritisiert werden.

Trotz dieser Herausforderungen ist die Maquila-Industrie immer noch ein wichtiger Bestandteil der mexikanischen Wirtschaft.

Viele Vorteile überwiegen

Insgesamt hat sich die Maquiladora-Industrie positiv auf die mexikanische Wirtschaft ausgewirkt, indem sie ausländische Investitionen angezogen und Arbeitsplätze geschaffen hat. Es gibt jedoch auch einige negative Aspekte, wie z. B. Umweltverschmutzung und niedrige Löhne. Es ist wichtig, sich sowohl über die positiven als auch über die negativen Aspekte der Maquiladora-Industrie im Klaren zu sein, bevor man in ein Unternehmen investiert, das in diesem Sektor tätig ist, oder mit ihm Geschäfte macht. Jedoch ist sie ein wichtiger Motor der mexikanischen Industrie und wird es auch weiterhin bleiben. Mexiko hat sich als Veredlungsstandort etabliert und schafft damit Arbeitsplätze für sehr viele Menschen.

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